Über Tschernobyl Katastrophe



Die Katastrophe ist im Jahr 1986 passiert und wird als die größte Kernkraftwerkkatastrophe in der Geschichte bezeichnet. Die Explosion ereignete sich im vierten Block des Atomkraftwerks in Tschernobyl. Es ist nur 120 km vor der ukrainischen Hauptstadt Kiew entfernt.

Am stärksten betroffen von der Tschernobyl-Katastrophe ist die Stadt Prypjat mit 50 000 Einwohnern. Durch den Nuklearunfall ist in Prypjat das Strahlenniveau auf das Tausendfache der natürlichen Strahlung angestiegen. Die Evakuierung erfolgte erst am nächsten Tag. Also am Sonntagnachmittag, dem 27. 4.1986. Den Menschen wurde gesagt, dass sie die nötigsten Dinge mitnehmen sollten. Nach drei Tagen könnten sie zurückkehren. Der Bevölkerung wurde bewusst falsch informiert, um eine Panik zu vermeiden und damit die Menschen nicht zu viel Gepäck mitnehmen. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde jedoch beschlossen, dass in die Stadt niemals wieder jemand zurückkehren wird.

Bei der Evakuierung wurden zuerst Frauen und Kinder in Sicherheit gebracht. Das Problem war, dass es nicht genügend Busse in der Umgebung gab. Später wurden sie aus anderen Teilen der Sowjetunion geholt, um die etwa 50 000 Einwohner wegzufahren. Die Buskolonne war 20 Kilometer lang. Als der erste Bus Prypjat verlassen hatte, war der letzte noch nicht einmal in Sicht des Kraftwerks. In weniger als drei Stunden war die Stadt leer. Eine Geisterstadt… Das einzige, was die Bürger nicht mitnehmen konnten, waren ihre Haustiere, die in ihrem Fell den radioaktiven Staub übertragen konnten. Damit keine weitere Umgebung kontaminiert wurde, wurden spezielle Abschnitte für die Entsorgung errichtet.

Am 5.Mai, wurde die Evakuierung der Menschen in der 30 km-Zone um das Kernkraftwerk abgeschlossen. Heute ist dieser Bereich für Menschen ohne Genehmigung oder für die ehemaligen Bewohner, die die Gräber besuchen wollen, gesperrt. Auf eigene Gefahr leben in der Tschernobyl-Zone heute rund 100 Leute. Das sind überwiegend alte Menschen, die wieder zurückgekommen sind. Darüber hinaus arbeiten dort in einem speziellen Modus ca. 3000 Arbeiter. Eine ähnliche Zahl beteiligte sich an der Abschaltung und Stilllegung des Kernkraftwerks im Jahr 2000.

In der Tschernobyl-Zone gibt es noch immer radioaktive Stellen. Die Strahlung beträgt aber nur einen Bruchteil dessen, was in den ersten Monaten und Jahren nach dem Unfall gemessen wurde. Radioaktive Isotope gelangen immer tiefer und tiefer in den Erdboden. Jedes Jahr um etwa einen Zentimeter. Die Strahlung und deren Intensität in der gesamten Region gilt nicht als gesundheitsschädlich oder gar tödlich.